Das Verfahren "Trockeneisreinigung"

Trockeneis wird aus flüssigem Kohlendioxid hergestellt. Hierzu wird flüssiges CO2 unter atmosphärischem Druck entspannt, wobei Trockeneisschnee entsteht. Dieser wird zu Pellets gepresst. Die länglichen Körner haben eine Temperatur von -79°C.

Bei Umgebungstemperaturen über -79°C geht es direkt und rückstandsfrei in den gasförmigen Zustand über. Diesen direkten Übergang bezeichnet man als Sublimation. Dabei dehnt sich das Gas stark aus: 1 kg Trockeneis ergibt 540 l Gas.

Der daraus durch Entspannen gewonnene feste Trockeneisschnee hat eine Schüttdichte von rund 500 kg/m3. Sie erhöht sich, wenn der Trockeneisschnee zu Pellets verpresst wird. Bei industrieller Herstellung werden Pelletdichten zwischen 1.300 und 1.500 kg/m3 erreicht. Der nur mit sehr hohen Pressdrücken erreichbare Dichtegrenzwert beläuft sich auf 1.560 kg/m3. Das Trockeneis erhält dann ein kristallklares Aussehen. Bei niedriger Dichte sind die Pellets milchigweiß bis schneeweiß. Die für eine Abrasivwirkung des Strahlmittels wichtige Härte wird für Trockeneis mit 2 bis 2,4 Mohs angegeben.
Somit liegen CO2-Eispartikel ziemlich am unteren Ende der Härteskala nach Mohs und sind gegenüber anderen Strahlmittel als "weiches" Strahlmittel einzustufen. Weiterhin ist für die "Durchschlagkraft" von Strahlmitteln deren spezifisches Gewicht zu berücksichtigen, und auch in dieser Hinsicht liegt CO2-Eis ziemlich weit unten.

Trockeneis ist Kohlendioxid im festen Zustand. Trockeneis hat nichts mit "Wassereis" zu tun. Unter Atmosphärischen Druckverhältnissen sublimiert das Trockeneis rückstandsfrei zu CO2-Gas.


Klick auf Bild Tripelpunkt

Kriterien für den Reinigungseffekt sind:


1. Die tiefkalte Temperatur vereist die Oberfläche kurzzeitig und macht diese spröde.
2. Durch den hohen Druck werden die Eispartikel in die noch so kleine Vertiefungen geschossen.
3. Die blitzartige Volumenvergrößerung sprengt die Verunreinigung weg.


Vereinfacht dargestellt: An der Oberfläche findet eine kleine Explosion statt


"Klick auf Bild"

Trockeneis ist:

Unbrennbar
geruchlos
geschmacksneutral
ungiftig
lebensmittelecht zugelassen
verdampft rückstandsfrei

Die Trockeneisreiniung ist im Gegensatz zu manch anderen Verfhren nicht abrasiv! das heißt, es findet keine Beschädigung am Grundmaterial (Lack, Glas, Gummi etc.) statt.

Im Zusammenhang mit der Klimabeeinflussung genannten Bedenken ist der CO2- Einsatz als Reinigungsmedium völlig unkritisch. Es fällt kein zusätzliches CO2 an! Das verwendete CO2 fällt zum größten Teil als Abfallprodukt in der Industrie an.
Das bedeutet, dass das zum Strahlen benötigte CO2 lediglich einen Umweg macht, bevor es wieder in die Atmosphäre gelangt.
Das Reinigungsverfahren ist als Umweltfreundlich einzustufen. Hier wird kein zusätzliches CO2 erzeugt!


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